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 „ernst.“ – Das Musikvermittlungsprogramm

Krenek bediente sich neoklassizistischer, dodekaphoner, serialistischer, elektronischer und aleatorischer Elemente und repräsentiert so einen Großteil der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Das Musikvermittlungsprogramm, welches sich hauptsächlich an Schulen (für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren) richtet, nimmt die Musik Kreneks als assoziativen Ausgangspunkt, um mit Einzelbausteinen zu spielen, um Kompositionsstile zu erklären, um das musikalische Material weiterzudenken und die TeilnehmerInnen zu eigenen Ideen zu animieren. Der Brückenschlag zum Hier und Jetzt ist dabei nicht mehr weit: Eine wesentliche Rolle übernehmen in den Workshops zeitgenössische Komponistinnen, die ihre eigenen Werke vorstellen und mit Kindern und Jugendlichen komponieren. Aber auch andere Kunstformen wie Tanz oder Live-Animationen fließen in die Vermittlungsarbeit des Ernst Krenek Forum mit ein, um jungen Menschen eine große Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten zu bieten. Das entspricht auch ganz Kreneks Auffassung: Er selbst sah sich nicht nur als Komponist, sondern auch als Schriftsteller und Librettist und versuchte sich sogar im bildnerischen Bereich.

Es hat sich im Laufe der letzten Jahre herauskristallisiert, dass die zeitlich verdichtete Form des Arbeitens am fruchtbarsten und sinnvollsten für alle Beteiligten ist. Daher bietet das Ernst Krenek Forum in erster Linie Workshops an, die an fünf aufeinanderfolgenden Tagen jeweils 2–5 Stunden (je nach Altersgruppe) stattfinden. Am Ende dieser Workshopwochen steht eine Präsentation – mehr Bestandsaufnahme des kreativen Prozesses als Konzert.
Ziel der Vermittlungsarbeit ist einerseits naturgemäß das Werk Kreneks in die Öffentlichkeit hinauszutragen, andererseits das musikalische Wahrnehmungsspektrum junger Menschen zu erweitern und ihr kreatives Potenzial des Musikerfindens erst einmal für sich zu entdecken. Das Ernst Krenek Forum arbeitet in den Workshops mit unterschiedlichen methodischen Herangehensweisen: das musikalische Material kann ebenso als Ausgangspunkt dienen wie außermusikalische Themen, die auch in Kreneks Leben eine große Rolle spielten (Heimat, Identität, Emigration etc.).

Musikvermitlungsangebot 2012-2013