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Die aus dem 13. Jhdt. stammende Minoritenkirche Stein ist die älteste Bettelordenskirche nördlich der Alpen. Die erste urkundliche Erwähnung des Klosters stammt aus dem Jahr 1253. 1264 wurde die Kirche zu Ehren des hl. Ulrich eingeweiht; aus dieser Zeit stammt das dreischiffige Langhaus der Pfeilerbasilika. Der Chor ist eine Erweiterung des 14. Jhdts. Die Barockzeit brachte einige bauliche Umgestaltungen, die in Klostergebäude und Kirchturm heute noch sichtbar in Erscheinung treten. Nach der Klosteraufhebung, die 1796 erfolgte, wurde die Kircheneinrichtung entfernt und im Chor 1850 ein Tabakwarenlager der Steiner Tabakfabrik eingerichtet.

Das Langhaus diente zuletzt als Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Stein. Seit 1951 war der wiederhergestellte Kirchenbau Sonderausstellungsraum für bedeutende kunst- und kulturgeschichtliche Ausstellungen. Von 1992 bis 2001 fungierte die Minoritenkirche als Ausstellungsraum für die Kunsthalle Krems. Seit 2004 spielt dieses Gebäude als Klangraum Krems Minoritenkirche eine wichtige Rolle im Festival- und Veranstaltungsbereich in Niederösterreich. Das neu adaptierte Minoritenkloster im Zentrum der Altstadt von Stein wurde 2007 revitalisiert. In einer gelungengen Ausführung wurde die historische Bausubstanz und das Kloster-Ensemble als modernes Ausstellungsgebäude einer neuen städtebaulichen Bestimmung im Kulturprojekt Minoritenkloster Krems-Stein (oder Minoritenplatz) zugeführt.

Das Projekt ist in drei Bereiche gegliedert: Minoritenkirche, Minoritenkloster und Neubau im Klostergarten. Die gesamte Anlage bietet Raum für forum frohner, ernst krenek forum, Museum Stein und Klangraum Krems Minoritenkirche.

Adaptierung Minoritenkirche 2004
Architekt Friedrich Göbl / Architekt Reinhardt Gallister

Adaptierung Klosterkomplex 2007
Architekt Friedrich Göbl Ziviltechnicker Ges.m.b.H.
Entwurf: Friedrich Göbl / Lukas Göbl / Alex Bolecek