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SciFi
Workshop für improvisierte Musik und Live-Animationen

Zukunftsvorstellungen und -phantasien spielen in allen Künsten eine Rolle, immer wieder drücken Menschen ihre Ideen von zukünftigen Lebensformen aus. Der Komponist Ernst Krenek war mit besonders rasanten Entwicklungen auf dem Gebiet der Instrumentation konfrontiert, weil sich die kompositorische Arbeit durch die Einbeziehung von Strom in den Instrumentenbau (E-Gitarre, Synthesizer) radikal verändern ließ. Auch Krenek selbst beschäftigte sich mit elektronischer Musik und schrieb dazu futuristische Geschichten. Diese Arbeit wird als Ausgangspunkt für die Workshopwoche genommen. Beginnend mit einer Ideensammlung erarbeiten die Schülerinnen und Schülern in Kleingruppen Videosequenzen zum Thema Science Fiction und erfinden parallel dazu Musik. Als Klangquelle wird alles verwendet, was klingt, Musikinstrumente gleichermaßen wie Papier, Steine, verschiedene Gegenstände, die von den SchülerInnen aufgenommen und danach in einem Audio-Schnittprogramm zusammengesetzt werden.

WorkshopleiterInnen:
Cordula Bösze, Musik
Josef Dorninger, Live-Animationen
Format: 5 Tage zu je 3 Stunden

 

Wie erfinde ich Musik?
Kompositionsworkshop

Wenn wir etwas malen, ist alles ganz einfach: wir entscheiden uns für Buntstift oder Kreide, Papier oder Karton. In der Musik ist die Selbstverständlichkeit im Umgang mit dem Material fast nicht vorhanden, weil wir die musikalischen Elemente, mit denen wir arbeiten könnten, meistens noch gar nicht kennen. Krenek hat sich in seiner Musik sehr vieler unterschiedlicher Stile bedient. Die Musikvermittlerinnen Veronika Grossberger und Elise Mory greifen zwei sehr gegensätzliche Kompositionsformen Kreneks, die Zwölftonmusik und die Aleatorik, heraus, erkunden zuerst mit den Schülerinnen und Schülern das Material und erarbeiten dann auf spielerische Weise und mit visuellen Hilfsmitteln eigene kleine Musikstücke.

Workshopleiterinnen:
Veronika Grossberger und Elise Mory, Musikvermittlerinnen
Format: 3 Einheiten zu je 2 Stunden

 

Krenek groovt

Jonny spielt auf wird als die „Jazzoper“ in der Musikgeschichte gesehen. 1927, inmitten politischer und sozialer Umwälzungen geschrieben, ist das Erfolgswerk ein Abbild der „Roaring Twenties“ in Deutschland. Krenek verwendet einerseits das Instrumentarium einer Jazzband inklusive Bango, Saxophon und Schlagzeug und lässt andererseits die trendigen, groovigen Rhythmen der Zeit in diese Furore machende Oper einfließen. Krenek dient in den Workshops des Ernst Krenek Forum immer als Impulsgeber für die eigenständige Entwicklung von Ideen und Konzepten der SchülerInnen. In diesem Falle werden die SchülerInnen sich mit den Grooves aus Jonny spielt auf auseinander setzen und auf ihren mitgebrachten Instrumenten eigene Grooves und rhythmische Strukturen entwickeln. Ein weiterer Aspekt kann sein, dass ein Teil der SchülerInnen mit Alltagsgegenständen – auch Krenek hat zahlreiche geräuschhafte Elemente in seine Oper eingebaut – über diesen Grooves improvisieren lernt. Gleichzeitig wird im gemeinsamen Prozess eine Geschichte entstehen, die vom Jonny-Stoff ausgehen wird und den aus heutiger Zeit durchaus fragwürdigen Opernstoff neu andenken wird. Die SchülerInnen werden die Geschichte mithilfe von Live-Projektionen umsetzen und mit der Musik zu einem musikalisch-visuellen Erlebnis verdichten.

Workshopleiterinnen:
Margarethe Deppe, Violoncello und Komposition
Veronika Grossberger, Musikvermittlung